Wirtschaftsminister Olaf Lies lädt MiCROW zum Gespräch

Wirtschaftsminister Olaf Lies lädt MiCROW zum Gespräch

30 Unternehmen, Gestandene und Start-ups gleichermaßen, wurden zu einem „Sommerabend der Innovationen“ nach Hannover eingeladen. Der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Olaf Lies interessierte sich für alles rund um Innovationskultur, Innovationsförderung und Innovationshürden in den Unternehmen und so Erfahrungen aus erster Hand sammeln. Das niedersächsische Wirtschaftsministerium hat den branchenübergreifenden Austausch das erste Mal in diesem Format organisiert.

Der Abend im Kastens Hotel Luisenhof wurde von einem alten Bekannten von MiCROW moderiert: Mario Leupold, der auch die Prototypenparty in Oldenburg organisierte, vom Innovationszentrum Niedersachsen, hat die Gäste durch den Abend geführt. Gleich zu Beginn wurde eine Aufgabe an alle Gäste gestellt: Nennen Sie einen Begriff rund um das Thema Innovation, der alle Gäste am Tisch beschäftigt. Die an den fünf Tischen gesammelten Begriffe wurden von Mario Leupold an den Minister gespielt, der dann in kurzen Impulsvorträgen diese Schlagworte mit Leben füllte.

Bei bester Laune wurden an den Tischen Gespräche rund um die Innovationskultur in den unterschiedlichen Unternehmen geführt und unterschiedlichste Aspekte beleuchtet. Der Minister wechselte zwischen den Tischen und hat sich jedes Mal aktiv mit einer Begrüßungsfrage in die Tischdiskussion eingebracht. Am Tisch 4, an dem MiCROW durch den Geschäftsführer Manuel Mikczinski vertreten war, wurden die Themen der Cross-Innovation und Cross-Communication vertieft. Eine Mitarbeiterin des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums hat sich an unserem Tisch an den Diskussionen beteiligt. Gewürzt wurde die Veranstaltung durch weitere Informationshäppchen vom Innovationszentrum sowie vom Industrie- und Technologiereferat des Wirtschaftsministeriums zum Thema Fördermittel.

Für MiCROW waren insbesondere der Bedarf an Fördermitteln und die Unterstützung im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen (Steuern, Recht, etc.) ein Thema, das auch den Innovationskreislauf bei MiCROW beeinflusst. Häufig werden Start-ups von den Fördermittelgebern wie bereits laufende Unternehmen mit belastbaren Kennzahlen behandelt. Das bedeutet, dass die Förderquoten bei Forschungsprojekten mit 35 bis 45% in der Regel sehr niedrig sind. Gerade wenn sich technologielastige Unternehmen neu am Markt etablieren müssen, können selten 65% selbst getragen werden, da es entweder an Umsätzen mangelt oder das Projekt zu investitionsintensiv ist. Rücklagen sind bei Gründern aus der Wissenschaft ebenso selten und klassische externe Finanzierungen sind aufgrund der hohen zu stellenden Sicherheiten auch keine brauchbare Option. Hier gibt es Spielraum, den die Politik sinnvoll gestalten kann. Ein Weg wäre beispielsweise junge Unternehmen bei Forschungsprojekten wie Institute zu behandeln und zu 100% zu fördern. Sollte das als „verlorener Zuschuss“ –für die Unternehmen also ein „gewonnener Zuschuss“, also die bestmögliche Lösung – nicht möglich sein, könnte man das auch als zinsloses Darlehen in die Zukunft betrachten. Gewissermaßen ein „BAFöG“ für Unternehmen. Umsatz- oder existenzabhängige Förderstufen würden auch helfen die Lasten erträglicher zu gestalten – und Innovationen so leichter in den Markt zu bekommen.

Wir bedanken uns recht herzlich für die gute Organisation, das hervorragende Ambiente, und insbesondere für die interessanten Gespräche mit Minister Lies und den Tischnachbarn. Es hat Freude gemacht über den sprichwörtlichen Tellerrand zu schauen und neue Unternehmen, neue Persönlichkeiten und neue Innovationsansätze kennenzulernen. Von daher können wir das Format uneingeschränkt weiterempfehlen.